Stürmische Tage
Stürmische Tage
Ich hab jetzt mal eine Woche frei , nun ist auch noch Schnee gekommen . Pünklich zu den
Weihnachtstagen ist er da , der Schnee .Auch hier wird noch überall hektisch Nahrung und Geschenke eingekauft .Da ich das bereits alles am Freitag nach meinem Eintreffen in Svarstad erledigt habe , kann ich den Samstag mal ruhig angehen .Ich bin zum Essen eingeladen worden,
selbst hab ich Gäste am 2. Weihnachtstag . Tanja,Jan,Fynn und Claas sind meine Gäste.
Als Vorspeise gibt es selbstgebeizten Lachs und ein Lachs-Eier Tartar auf Schwarzbrotecken .Das hat uns so gut geschmeckt , daß die Bestellung für die Silvesternacht schon mal klar gemacht wurde.In der Nacht zum 26. Dezember gab es reichlich Wind mit mehreren Stromausfällen , die Bäume knickten wie Streichhölzer , es wurde viel Schaden angerichtet .
Die Silvesterparty war sehr gesittet ,um Mitternacht wurde angestoßen , gegen halb eins wurde
der Entschluß gefasst , eine Nachtwanderung zu unternehmen , die Hunde wurden geleint und los ging es.Der Schnee , der in den letzten 4 Stunden gefallen war betrug nun ungefähr 15 cm , die Tour war ein schönes Erlebnis , im Licht der Kopflampen durch den verschneiten Wald .Nach einer guten Stunde waren wir dann wieder zurück , Claas fuhr anschließend nach Hause , Jan war um 3 platt , und ich zog mich dann um halb vier in das Wohnmobil zurück , das etwas abseits im Wald eingeparkt war . Blackear heulte den Mond an , er hat sich in eine der läufigen Malamutdamen
verliebt .
Ja , das war es denn mit dem Tagebuch für 2011 , es geht hier zu Ende ,am 31.12.2011.
Ich wünsche allen , die dieses Tagebuch verfolgen, ein glückliches ,gesundes neues Jahr
2012
Sart frei , venstre
Start frei , venstre
Mein Start des Tages beginnt heute um 8.00 Uhr , ganz gemütlich Frühstücke ich und plane meinen Tag . Mit einem morgendlichen Telefonat schmeiße ich Jan aus den Federn .Das Tageslicht ist irgendwie leicht bläulich angefärbt , es ist kalt , zwei Nächte vorher hat es auch hier geschneit .Ich
lade noch ein paar Sachen aus meinem Wohnmobil und mache mich Abmarschbereit , nachdem ich drei Öfen mit Brennholz gefüttert habe , wir hatten verabredet Holz zu schlagen . Beim Kaufmann decke ich mich zunächst mit Lebensmittel ein , aufgrund meiner ersten norwegischen Gehaltsabrechnug gebe ich heute Abend das Bier aus .
Bereits hier schnappe ich mir meinen ständigen Begleiter und schieße erst mal ein Bild über Svarstad hinaus Richtung Alpincenter . Der Schnee ist da , aber kein Betrieb auf der Alpinanlage .
Ich starte durch und schlittere den Berg hoch zur Olslifarm, biege in den schmalen Feldweg ein , und fahre hinab ,entgegen Jan´s Rat den Wagen oben stehen zu lassen , und stecke beim Zurücksetzen zunächst mal fest , aber die Pickel auf den Reifen radieren das Eis vom Weg und ich komme ohne fremde Hilfe wieder frei . Die Hunde habe laut vergnügt bellend das Spektakel verfolgt. Nach dem Aussteigen begrüßen wir uns,jeder bekommt seine Streicheleinheiten , außer Tanja ,Finn und Jan natürlich .
Ich genieße den Ausblick (B2 und B3).Wenig später trifft auch Claas ein .Die Sonne steht jetzt etwas höher , bringt aber keine Wärme mit.
Dole (B4) ist frei von der Leine und springt vergnügt hin und her , der Hund braucht Bewegung .
Claas macht den Schlitten fertig , die ersten Hunde , die vor den Schlitten kommen , sind die beiden Mallamuts und Blackear.Hinter dem Haus werden die ersten Meter zurückgelegt ,es wird versucht , irgendwie auf die unten liegende Wiese zu kommen , hier soll das Training stattfinden .
Nach kurzer Runde oben , wird dann noch Dole mit in das Geschirr genommen (B5).Claas findet keinen vernünftigen Weg hinunter und kommt mit den Hunden zurück. Wir benutzen dann einen kurzen Waldweg zur Wiese .
Die erste Runde auf der Wiese wird zurückgelegt , Claas kommt zur kurzen Besprechung angefahren.Er erklärt die Schwierigkeiten , die Hunde im neuen Gebiet haben , wenn kein Weg vorhanden ist .Die zweite Runde läuft bereits besser , die Hunde haben einen Weg . Ich bin erstaunt , als Team haben die Hunde ja noch nicht gearbeitet .Die zweite Runde bildet sogleich den Abschluß des ersten Ausbildungstages (B6).Nach einer Kaffepause und etwas erzählen mache ich mich wieder auf den Rückweg .Natürlich muß ich noch einmal halten um ein Bild zu schießen (B7).
Ich düse den Berg wieder hinab nach Svarstad und bin 10 Minuten später wieder in meiner warmen Stube angelangt .
Ob ich vom eigenen Schlittengespann geträumt habe verrate ich nicht .Aber wir haben eine E-Mail erhalten , daß wir im April 2 ausgebildete Schlittenhunde bekommen können .
Ach ja , die Temperaturen sind heute Abend zweistellig im Minusbereich !!
Der Winter ist da
Der Winter ist da
Ich bin wieder gut in Dalen angekommen , mein Kommandostand ist aufgebaut , und ich kann wieder in kürzester Zeit auf der Arbeit sein , stehe ich doch direkt bei der Firma .Und heute geht es los, schon auf dem Herweg liegt deutlich mehr Schnee , und es beginnt jetzt auch im Tal mit dem Schneien (B1). Der Bär vor dem Kommunegebäude duckt sich vor den herabrieselnden Schneeflocken , weiß bedeckt sein Haupt (B2) .
Am Freitag ist Julebord , bis jetzt weiß ich noch nicht , wie so etwas hier abläuft . Die Woche vergeht wie im Flug . Am Freitag mache ich um 15.00 Uhr Feierabend und bereite mich für heute Abend vor . Treffen ist um 18.00 Uhr ,die ersten Kollegen sind schon da , jeder hat ein Fläschchen mit hochprozentigem Inhalt dabei , oder zumindest Bier . Der Grund für das „Vorbrennen“ ist einfach , in den Restaurants sind die Preise für alkoholische Getränke sehr hoch .Alle Norweger sind mit Anzug und teilweise Schlips erschienen ,ich bin underdresst , schleiche mich von dannen, und nehme einen Klamottenwechsel vor . So , nun kann ich mich auch sehen lassen , okay , beim Schlips muß ich passen . Mit dem Busstaxi geht es in das ca 50 km entfernte Morgedal in ein sehr gutes Restaurant . Wir nehmen Platz und es wird die Getränkebestellung entgegengenommen .
Dann geht es an das Büfett . Eine wirklich sehr gute Auswahl an Speisen steht bereit .Zum Glück bin ich nicht der letzte , der mit dem Essen aufhört, mein Tischnachbar hält mit . Dann verschwindet langsam einer nach dem anderen , es geht an die Bar , oder zumindest in die Nähe der Bar .Man setzt sich bequem und ordert mit Barbong ein Getränk auf Kosten unseres Chefs Herrmann . Es sind auch viele andere Betriebe zum Julebord feiern anwesend , eine kleine Band spielt Livemusik . Es wird getanzt , getrunken , viel gelacht und erzählt , zum Dialekt kommt dann noch die unerwünschte Wirkung des Alks in der Aussprache . Man muß schon gut aufpassen , das Gehirn läuft bei mir auf Hochtouren , der Schnaps allerdings nicht . Die Bar schließt um 2 Uhr nachts , unser Bus kommt , und wir fahren wieder zurück nach Dalen , jader wird vor seiner Haustür abgeladen , auch ich komme wohlbehalten an .Meine Kamera hab ich im Bobil gelassen , Privatsphäre.Obwohl , den Elch auf der Straße hätte ich gerne schon abgelichtet im Scheinwerferlicht des Busses.
Am Samstag schlafe ich ausgiebieg aus ,ich plane für den Tag nur eine kurze Tour duch den Ort .
Zunächst geht es auf a….glatten Wegen zum See,ich stiefle durch 10 cm Neuschnee an das Ufer (B3), dann weiter zum kleinen Bootshafen . Hier stehen ein paar Norweger und versuchen sozusagen in letzter Minute ihr Boot aus dem Wasser zu bekommen (B4).
Die Temperaturen sind deutlich unter Null und die kleinen Rinnsale entlang der Straße formen wunderschöne Eisskulpturen (B5).Auf dem Rückweg mache ich noch einen Abstecher zum Dalen Hotel (B6), eins der Ältesten noch erhaltenen Hotels hier in Norwegen .Nach dem Einkauf meines Abendessens kehre ich zu Bobil zurück .
Diesen Abend schließe ich ,nach dem üppigen Mahl von gestern, mit einem leichten Essen . Es gibt Pasta Penne mit Sahne-Senfsoße und gedünstetem Lachs .



